Bericht zu den Palästinensischen Filmtagen 2019

Wieder ein schöner Erfolg

Die Palästinensischen Filmtage 2019 waren wieder ein voller Erfolg. Bei den dreizehn Vorführungen in Wien (Votiv Kino) und Graz (Rechbauer Kino) konnten wir mit rund 1.100 BersucherInnen die Zahl aus dem Vorjahr leicht übertreffen. Den Höhepunkt stellten sicherlich die ersten Abende (Naila and the Uprising) dar, an denen sowohl in Wien als auch in Graz die Protagonistin des Filmes „Naila and the Uprising“ Naila Ayesh sowie der Palästinensische Botschafter Salah Abdel Shafi teilnahmen. Aber auch die Abschlussabende mit „Writing on Snow“ des vielfach ausgezeichneten Regisseurs Rashid Masharawi wurden vom Publikum begeistert aufgenommen.

In Wien gab es gegenüber dem Vorjahr noch zwei durchaus erfolgreiche Neuerungen: ein Matinee am Sonntag, 1.12., bei dem der international mehrfach ausgezeichnete Film „Haifa“ von Rashid Masharawi gezeigt wurde, sowie ein Abschlussfest am Samstag, 30.11. im Haus der Begegnung 22, bei dem wir  über 500 BesucherInnen begrüßen konnten.

Obwohl wir mit einem Radiobericht und zwei Veröffentlichungen in Printmedien das Ergebnis des Vorjahres leicht übertreffen konnten, war die mediale Berichterstattung leider wieder höchst unbefriedigend. Das Thema Palästina ist leider nach wie vor eines, mit dem sich heimische JournalistInnen aus Angst, sich Antisemitismusvorwürfen auszusetzen, nur höchst widerwillig widmen. Dieses mediale Desinteresse steht im Widerspruch zu dem Publikumsinteresse, stellt für uns aber ein weiteres Motiv, dar die Palästinensischen Filmtage auch 2020 auf jeden Fall wieder zu veranstalten und die Öffentlichkeitsarbeit noch stärker als bisher zu intensivieren.