Filme

HURDLE

Regie: Michael Rowley, USA 2019, 87 min., OmeU

Hurdle erzählt von palästinensischen Jugendlichen, die unter militärischer Besatzung im Schatten der Mauer leben. Wie hoch ein Hindernis auch sein mag – Klettern ist immer eine Möglichkeit. Sami und Mohammad lehren die Jugendlichen ihres Viertels die kreativen Praktiken des Parcours und der Fotografie als Mittel zur Überwindung scheinbar unüberwindlicher Hindernisse. Die nächste Generation muß neue Wege finden, die sie zu Freiheit und Selbstbestimmung zu führen.


BETWEEN HEAVEN AND EARTH

Regie: Najwa Najjar, Pal/Island/Lux 2019, 95 min., OmeU

Salma und Tamer lassen sich nach fünf Jahren Ehe scheiden. Wegen der Scheidung in Nazareth wird es Tamer erstmalig erlaubt, den israelischen Checkpoint zu überqueren. Dort machen sie eine schockierende Entdeckung über die Vergangenheit von Tamers Vater. Das gelüftete Geheimnis führt die beiden auf eine emotionale Reise, auf der sie Verlust und Verrat in der Vergangenheit und deren Auswirkung auf sie selbst erforschen.


THE JOURNEY OF THE OTHERS

Regie: Jaime Villarrea Izquierdo, Chile/Pal/Jord/US 2019, 76 min., OmeU

Im Freedom Theatre im Flüchtlingslager von Jenin braut sich die nächste palästinensische Intifada zusammen. Überall im Theater ist schon die Idee des „Kulturellen Widerstandes“ zu spüren. Eine Gruppe mutiger Schauspieler riskiert jeden Tag ihr Leben, um sich einen Traum zu erfüllen, den sie nicht aufgeben wollen: dieses Stück auf der Bühne des Theaters der Universität von New York zur Aufführung zu bringen.


Kurzfilmprogramm

Zugehörigkeit, Grenzen, Grenzüberschreitung

Mauern, Checkpoints, Bewegungseinschränkung, Zugehörigkeit zu Orten, die Palästinenser*innen verwehrt wird.

COLORS OF RESISTANCE

Regie: Areeb Zuaiter, JORD 2019, 30 min., OmeU

Eine Malerin, ein Dichter, eine Kabarettistin, ein Hip-Hop-Künstler und ein Musiker leben über alle Welt verstreut, sind aber in ihrem Leben und ihrer Arbeit mit Palästina verbunden.

Sie versuchen, Ihre Identität neu zu bestimmen, von der viele glauben, dass es sie gar nicht gibt, und ihre Kunst erzählt uns, woher sie kommen und wer sie sind.

Es ist ein Film der Selbstfindung, in dem es um die Existenz, ums Überleben, die Assimilation und die verlorene Heimat geht.

Samia Halaby, Painter, New York City, New York, USA
Maysoon Zayid, Comedian, New Jersey, USA
Remi Kanazi Spoken Word Poet, Brooklyn, New York, USA
Stormtrap Asifeh, Hip Hop Artist, Ramallah, Palestine
Z The People, Soul Musician, Al Beireh, Palestine


BLACKLISTED Regie: MohaMugha, PAL 2020, 24 min., OmeU

Ein junger Palästinenser wird als Terrorist verdächtigt, weil er die Sperrmauer überqueren wollte…


THE PRESENT Regie: Farah Nabulsi, PAL 2020, 24 min, OmeU

Zum Hochzeitstag ein Geschenk zu kaufen ist zwischen Checkpoints, abgesperrten Straßen und israelischen Soldaten schwieriger als es sich Yusef vorgestellt hat…


YOU COME FROM FAR AWAY

Regie: Amal Ramsis, ÄGYPT/SPAN 2018, 85 min., OmeU

Stellen Sie sich vor, Sie haben Eltern, aber Sie sind ohne sie aufgewachsen. Stellen Sie sich vor, dass Sie nicht mit Ihren Geschwistern sprechen können, weil jedes eine andere Sprache spricht. Dieser Film erzählt die außergewöhnliche Geschichte einer palästinensischen Familie, die durch die Unruhen, die das zwanzigste Jahrhundert geprägt haben, zerstreut wurde: der spanische Bürgerkrieg, in dem der Vater, der palästinensische Journalist Najati Sidki, gegen Franco kämpfte (1936-39); der Zweite Weltkrieg; die Nakba und dann der libanesische Bürgerkrieg.


IBRAHIM: A FATE TO DEFINE

Regie: Lina Al Abed, LIB/PAL/DK 2019, 75 min., OmeU

In ihrem sehr persönlichen Dokumentarfilm Ibrahim: A Fate to Definesucht Filmemacherin Lina Al Abed nach Spuren ihres Vaters Ibrahim, der Mitglied einer palästinensischen Splittergruppe war, die sich gegen die PLO stellte. Ibrahim verschwand eines Tages spurlos, als Al Abed sechs Jahre alt war. Ihre Reise führt sie nach Jordanien, Ägypten und Deutschland zu Verwandten und Bekannten ihres Vaters. Deren Einstellungen zum Nahost-Konflikt, zu Familie, Liebe und Identität entpuppen sich als so vielschichtig wie der dokumentarische Politthriller über Ibrahims Verschwinden. 


Kurzfilmprogramm des Dar Al-Kalima University College of Arts & Culture, Bethlehem

Seit der Gründung 2006 hat sich Dar Al Kalima zu einem Zentrum der künstlerischen Ausbildung im Westjordanland entwickelt.

Die Gründer der Universität glauben an die Bedeutung der Künste für die Steigerung des kulturellen und gesellschaftlichen Bewusstseins und für die Entwicklung einer lebendigen und aktiven Zivilgesellschaft.

Die Filme der Absolvent*innen erzählen Geschichten, die um die palästinensische Identität kreisen und unterschiedliche Facetten der palästinensischen Gesellschaft sichtbar machen. In Kooperation mit Rev. Dr.Mitri Raheb (Founder and president) und Saed Andoni (Head of Film Programs)

Ambiance  Regie: Wissam Jafari, PAL, 15:23 min., OmeU

Him & I  Regie: Ibrahim Handal, PAL, 13:00 min., OmeU

4thFloor  Regie: Shayma’ Awawdeh, PAL, 7:01 min., OmeU

Sawsan  Regie: Saliba Rishmawi, PAL, 10:09 min., OmeU

Visitation  Regie: Noor Abu Ghanieh, PAL, 12:04 min., OmeU

Area C  Regie: Salah Abu Nimeh, PAL, 9:33 min., OmeU


ADVOCATE

Regie: Rachel Leah Jones, Philippe Bellaiche, CAN/IL/CH 2019, 114 min., OmeU

Mit: Lea Tsemel, Michel Warschawski, Hanan Aschrawi u.a.m.

Lea Tsemel hat ihr gesamtes Berufsleben als Menschenrechtsanwältin in Israel verbracht und hauptsächlich Palästinenser*innen verteidigt, die sich der Besatzung widersetzt haben. «Losing lawyer», antwortet Lea Tsemel trocken in einem Fernsehinterview, als sie nach ihrem Beruf gefragt wird. Tatsächlich schafft sie es meist bestenfalls, das geforderte Strafmaß zu mildern. Der Film folgt der engagierten Anwältin und zweien ihrer Fälle. Lea verteidigt einen 13-jährigen Jungen und eine Frau. Interviews mit ihrer Familie und mit Kollegen bezeugen ihren Mut, ihre Hartnäckigkeit und ihre unerschütterliche Moral.


JAFFA, THE ORANGE′S CLOCKWORK

Regie: Eyal Sivan, IL/D/F 2009, 88 min., OmeU

Anhand von einzigartig komponiertem Archivmaterial spürt Eyal Sivan in ‚Jaffa, The Orange’s Clockwork‘ der Orangen-Marke nach. Er zeigt israelischen und palästinensischen Intellektuellen und Mitarbeitern der Zitrusindustrie alte Fotos, frühe Filmaufnahmen, Werbefilme und –plakate, politische Poster sowie Malerei rund um die Frucht. Sie erinnern, reflektieren und analysieren am Beispiel der Jaffa-Orangen ihre eigene Geschichte und die ihres Landes. Sivan: „Die Geschichte der Jaffa-Orange ist auch die Geschichte der Negation der palästinensischen Realität vor der Staatsgründung Israels 1948“.